Kategorie: Tipps & Tricks

Wie setze ich die Ringe in einen Gillio Compagna ein?

Als ich meinen ersten Gillio Compagna hatte, war ich verliebt. Allerdings wisst ihr vielleicht, dass das Planen in Ringen eine gewisse Hassliebe in mir hervorruft. Super praktisch, schön anzusehen, aber mich nerven schnell die Ringe beim schreiben und ich vermisse meine gebundenen Bücher. Aber trotzdem will ich meine Gillios benutzen. Super praktisch also, dass man die Ringe austauschen, entfernen und wieder einsetzen kann. Ich habe mich anfangs nicht getraut, weil naja, die Gillios sind echt teuer und ich hatte angst ihn kaputt zu machen. Ich schreibe diese Anleitung für euch, damit ihr seht, dass es geht und zwar immer wieder und versuche euch damit ein wenig die Angst zu nehmen.

Ein paar Worte/Hinweise vorweg

Ich zeige euch in den folgenden Schritten, wie man die Ringe wieder einsetzt. Vorweg allerdings ein paar wichtige Hinweise. Auch wenn ich das bereits mit all meinen Gillios mindestens 3 Mal gemacht habe, gebe ich keine Gewähr auf Erfolg. Ihr müsst vorsichtig sein! Der Planer an dem ich euch das Ganze zeige (Gillio Medium Compagna in Gold) ist schon sehr alt und zeigt entsprechende Gebrauchsspuren, die ich liebe! Diese Technik sollte so oder zumindest ähnlich für alle Planer mit KRAUSE-Ringen funktionieren. Gut möglich, dass es andere Wege gibt, ich zeige hier meinen

Eine Anleitung zum entfernen der Ringe findet ihr hier. (Das Video ist nicht von mir, aber zeigt euch in Kürze wie es geht)

Anleitung zum Einsetzen der Ringe

1. Alle Teile zusammensuchen

Schritt 1: Alle Teile

Teile die ihr definitiv benötigt:

  1. Backplate
  2. Ringschiene
  3. 2 x Ringteile
  4. 2 x Ringöffner
  5. Abdeckschiene
  6. entringter Ringplaner 🙂

relativ sinnvoll ist es noch folgende Dinge zu nutzen:

  • Unterlage
  • ggf Vaseline (VORSICHT)
  • und vllt auch ein Tuch

2. Backplate einsetzen

Schritt 2: Backplate einsetzen

Gut möglich, dass bei euch noch eine Backplate drin ist, dann überspringt den Schritt einfach. Ich mache die lieber raus, wenn ich den Gillio als Notebookcover benutze. Übrigens, die Backplate sieht so dreckig aus, weil diese ursprünglich im Planer festgeklebt ist.

Schiebt zuerst vorsichtig die Backplate komplett in den Planer, nutzt dafür die größere Öffnung. Seid vorsichtig, dass ihr das Leder nicht aufreißt. Bei mir ist da schon ein Riss, aber der war schon als ich den Planer bekomme habe und erleichtert mir eigentlich nur das rein und raus machen. Später wenn die Ringe eingesetzt sind, sieht man nichts mehr, also keine Sorge, falls euch da doch was einreißen sollte.

Achtet bitte darauf, dass dieser kleine Nubsi (Fachbegriff ist mir nicht bekannt) oben ist, das ist der einzige Unterschied an dieser Backplate.

3. Backplate korrekt platzieren

Schritt 3: Backplate korrekt platzieren

Ist die Backplate komplett im Planer verschwunden, versucht nun mit Daumen und Zeigefinger alles soweit zurecht zu schieben, bis die Platte in der Mitte des Planers liegt und nur die kleinen Halterungen rausschauen wie auf dem rechten Bild.

4. Ringschiene einschieben

Schritt 4: Ringschiene einschieben

Platziert die Ringschiene mit der größeren Öffnung nach oben. Das kleine rausstehende Teil könnt ihr einfach mit dem Finger ein bisschen nach unten drücken, damit die Schiene im nächsten Schritt perfekt einrastet.

Kleiner Tipp:
Gerade bei neuen Ringschienen kann es schwer werden die nächsten Schritte durchzuführen, weswegen viele empfehlen die Schiene an den Innenseiten (also da wo dann gleich die Ringteile rein kommen) etwas anzufetten. Dafür könnt ihr problemlos Vasiline mit einem Wattestäbchen auftragen. Bitte seid aber besonders vorsichtig, denn Vaseline ist fett und könnte Fettflecken auf eurem Planer hinterlassen, diese bekommt ihr nicht wieder weg!!!!

Ringschiene an Backplate befestigen
Ringschiene einrasten

Nun schiebt die Ringschiene langsam wie auf dem linken Bild von oben nach unten bis es nicht weiter geht.

Ihr könnt jetzt nochmal das Teil (reches Bild) etwas nach unten drücken. Dieses Teil dient zur Sicherung, dass die Schiene fest sitzt und nicht wieder abgeht.

5. Ringteile zusammenstecken und einschieben

Schritt 5: Ringteile zusammenstecken
und in die Ringschiene einstecken

Jetzt steckt ihr einfach die beiden Ringteile zusammen und drückt vorsichtig die Ringe zusammen, damit ihr die zusammengesteckten Teil in einem Stück in die Ringschiene einführen könnt. Im Grunde spielt es jetzt keine Rolle, ob ihr das von oben oder unten macht. Es kann durchaus sein, dass ihr hier sehr kräftig schieben bzw. drücken müsst. Passt bitte aber unbedingt auf, dass ihr eure Ringe nicht verbiegt.

Kleiner Tipp: Hier kommt die Unterlage ins Spiel: Ich finde es immer einfacher zu drücken als zu schieben. Ich stell den Planer meistens dann vor mich auf eine Unterlage (wichtig, damit ihr euren Tisch nicht verkratzt), stell mich hin und drücke vorsichtig von oben die Ringteile in die Schiene rein. Mit Vaseline echt kein Thema, aber bitte seid wirklich vorsichtig, dass ihr das nirgendwo hinschmiert. Also langsam und vorsichtig, aber ruhig mit etwas Kraft.

6. Ringöffner einsetzen

Schritt 6: Ringöffner korrekt einsetzen

Jetzt ist das meiste und schwerste geschafft!
Öffnet vorsichtig die Ringe. Ganz langsam auseinander ziehen. Wenn ihr das zu schnell macht, flutschen die Schienen wieder raus.
setzt nun jeweils oben und unten die kleinen Ringöffner ein. Einfach so einsetzen, dass die kleinen Häkchen in die Löcher der Ringschiene greifen.

7. Ringabdeckung anbringen und fertig

Schritt 7: Ringabdeckung anbringen

Legt nun einfach die Ringabdeckung auf der einen Seite an und drückt sie langsam fest. Ich glaube hier gibt es kein richtig oder falsch rum, einfach aufdrücken und schon seid ihr fertig.

Nun könnt ihr wie gewohnt die Ringe schließen und an den kleinen Ringöffnern die Ringe wieder öffnen.

Geschafft!

Fertig. Hier die eingesetzen Ringe
Draufsicht mit eingesetzen Ringen

Und wie versprochen könnt ihr nun euren Gillio wieder als Ringplaner benutzen. Ich hoffe ihr konntet den Schritten gut folgen und seid jetzt gewappnet für jede neue Planer Idee die euch in den Sinn kommt, ob mit oder ohne Ringen. Viel Spaß!

Lasst mich gern wissen, ob dieser kleine Beitrag hilfreich für euch war.
Bis demnächst

Meine Unterschrift
Vergleich Postit Wüste zu einem Braindump

Chaos im Kopf – Braindump als Lösung

Ihr kennt das vielleicht, manchmal weiß man einfach nicht wohin mit seinen Gedanken, fühlt sich überfordert, weil man nicht weiß womit man zuerst anfangen soll und fragt sich wie man sich das alles merken und wann man das alles schaffen soll. Ich kenne das jedenfalls gut und habe für mich eine Lösung gefunden, um nicht ständig “das muss ich mir unbedingt noch merken” oder “das hab ich jetzt total vergessen” oder “eigentlich wollte ich doch noch…” im Kopf zu haben. Noch schlimmer ist eigentlich, wenn man dann anfängt 12 Post Its und 15 Zettel und das am Besten an zich verschiedenen Orten zu lagern.
Die Antwort heißt Braindump, was übersetzt so viel bedeutet wie „das Gehirn entleeren“- klingt jetzt erstmal simpel, aber wisst ihr was, das ist es auch!

Viele lose Klebezettel

Ich könnte jetzt einen langen Text darüber schreiben, dass ich zur besseren Organisation ja mindestens 21467 Planer zur Verfügung habe, aber glaubt mir, mehr Planer können durchaus auch zu noch mehr Verwirrung und Überforderung führen. Warum? Das möchte ich euch kurz an einem Beispiel erklären. Falls ihr hier zum eigentlichen Thema weiterlesen wollt, könnt ihr den nächsten Absatz auch einfach überspringen.

Beispiel aus dem Alltag

Ich sitze gerade bei der Arbeit, vertieft in die Projektplanung unseres neuen Großprojektes und plötzlich kommt ein Kollege vorbei und erwähnt dieses tolle Buch was er letztens gelesen hat und er mir unbedingt empfehlen will. Nur mit einem Ohr aufgeschnappt und im Kopf noch ganz bei dem Arbeitsthema – ich dringend noch an die Nachbudgetierung denken! Etwas später fällt mir bei Recherchen ein Blog vor die Füße, den ich unbedingt lesen will, aber natürlich nicht in der Arbeitszeit. Mache ich heute Abend in Ruhe. Ich arbeite weiter, mein Kopf rattert, da fällt mir ein “Ich muss noch Brot kaufen. Oh super, ich hab ja meinen Planer neben mir liegen, wo schreib ich das jetzt hin *blätter* ach egal, ich mach erstmal weiter, ich werd’s schon nicht vergessen”. …

Ich kürze jetzt ab, denn die meisten von euch sind Frauen und wissen, dass solche Gedankenspiele ins unendliche gehen können. Jetzt sind einige Stunden vergangen. Ich bin müde, endlich zu Hause, erstmal Füße hoch. War ein Spaß, ich habe eine kleine Tochter (3), die will spielen und sieht es aber nicht ein, weswegen sie dafür ihre Schuhe ausziehen muss. Endlich. Kind ausgezogen, Schuhe weggeräumt, Jacken aufgehängt. Zeit fürs Abendessen. Och nö, ich hab das Brot vergessen. Also Kind und mich wieder anziehen. 20 Minuten später dann also nochmal los. Das ist ärgerlich und vor allem hab ich jetzt wirklich viel Zeit verloren, hätte ich es doch nur einfach mal aufgeschrieben. Wieder zu Hause. Kind irgendwann im Bett. Jetzt bestelle ich mir erstmal schnell bei Amazon das Buch, welches mir heute empfohlen wurde. Wie hieß das noch gleich? Irgendwas mit “Gesang und Krebsen”. Google – unser Retter in der Not – lässt mich wissen, dass es “Der Gesang der Flusskrebse” von Delia Owens ist. Gut, wieder Zeit verloren, aber nun endlich im Warenkorb. Dazu noch gleich ein neues Bullet Journal mitbestellt – wenn der Amazon-Mann doch eh einmal kommt. Wollte ich doch eh machen, oder? Der Abend vergeht, ich hab mir das Dexter New Blood Finale angeschaut (nebenbei: ich bin glaube ich die Einzige die es gut findet, aber das ist ein Thema für später mal^^) Im Bad stelle ich fest, ich muss morgen dringend neue Abschminktücher kaufen. Morgen denk ich dran. Ganz sicher. Nach dem üblichen Rundgang liege ich im Bett und da fällt mir ein, ich habe vergessen mir den neuen Blog anzusehen, der mir doch was über “Braindump” erzählen wollte. Wie hieß der noch gleich? …

Ist irgendjemand von euch dabei der sagt “Ohhh, ja, ich weiß genau was sie meint.”? Gut, dann ist ein Braindump vielleicht auch für euch das Richtige!

So funktioniert Braindump

  1. Schreib alles auf. Und zwar absolut alles was euch im Kopf rumschwirrt. Notiert nicht nur euere noch unerledigten beruflichen und privaten ToDos. Sondern auch Einkaufslisten, Blogempfehlungen oder auch zwischenmenschliche Spannungen, Sorgen und Ängste. Schreibt einfach drauflos. Am besten auf einen einfachen Zettel oder eine gesonderte Seite(n) die NUR dafür vorgesehen sind in deinem Planer. Das braucht etwas Übung, weil man anfangs noch etwas zurückhalten ist, kenn ich. ABER ihr werdet merken, danach fühlt man sich entspannter und befreiter.
  2. Was ist wirklich wichtig? Nach der kompletten Entmüllung/Entleerung eures Gehirns macht es nur Sinn alles nochmal durchzusehen und zu sortieren. Manche Dinge erledigen sich auch mal von allein, oder sind dann plötzlich doch unwichtig geworden? Dann durchstreichen! Ist das Buch für mich wirklich so interessant, dass ich mir das bestellen möchte? Muss ich das Brot fürs Abendessen kaufen oder kann das auch mein Partner mitbringen? Hab mich ewig nicht bei Mandy gemeldet – sollte ich jetzt schnell anrufen? Hm, unsere Telefonate dauern länger, also mache ich eine Erinnerung für morgen in meinen Kalender, da habe ich mehr Luft.
  3. Organisation. Das lieb ich ja! Nachdem ich mir einen Überblick verschafft habe, schaue ich welche Vorhaben und Probleme (für mich) wirklich wichtig sind. Aufgaben kann ich unterschiedlichen Kategorien zuordnen, z.B. private Angelegenheiten, Beruf, Familie… und erstelle einen Plan in welcher Reihenfolge sie erledigt werden müssen. Planen, delegieren, gegebenenfalls etwas verschieben je nach Prio. Nun könnt ihr ganz individuell dabei vorgehen. Jetzt kommen die Planer ins Spiel. Aufgaben für morgen, kommen am Abend in mein Bujo, Sachen die erledigt werden müssen, aber nicht sofort, kommen auf meine “Running Task List” (Ringplaner) usw.. Hier kommt meine Listenliebe ins Spiel. Planerfrauen haben für alles eine Liste, oder? Listenbeispiele: To-Buy, Recherche, Wishlist, Bestellungen, Tracker, Running Task List, To-Read List (sorry für das “Denglisch” aber ihr kennt mich ja ^^)…

So einfach geht das?

So könnte ein Braindum aussehen.

Ja. Mehr ist es nicht. Ihr werdet sehen, je länger ihr das macht, desto einfacher fällt es euch und so befreiender wird es. Probiert es einfach mal aus, was habt ihr zu verlieren? Ein Braindump dient maßgeblich zur Stressreduzierung und zumindest mir geholfen besser einzuschlafen. Das Ziel besteht darin, mit der Zeit die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen und so belastende Situationen langfristig gar nicht mehr entstehen zu lassen. Vielleicht nehmt ihr euch einfach zu viel vor, dann ist es kein Wunder, dass man nicht alles schaffen kann und abends völlig genervt und frustriert ins Bett geht.

Pro-Tipp: Nehmt euer Braindump auch mit ins Schlafzimmer, neben eurem Bett ist es gut aufgehoben, falls euch nachts noch was einfallen sollte. Wer kennt’s?

Und da habt ihr auch schon die einzige Regel die ihr beachten solltet: Habt euer Braindump IMMER dabei. Zu Hause auf eurem Schreibtisch bringt es euch leider nichts.

Jetzt bin ich auf euere Erfahrungen gespannt. Wer von euch nutzt schon ein Braindump und kann meine Erfahrungen bestätigen, oder wer hat sich angesprochen gefühlt und möchte jetzt mal versuchen sein Gehirn zu entrümpeln?

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