Planerwiki

Hier findet ihr alles was ihr über die verschiedenen Planersysteme wissen wollt und müsst. Scrollt einfach zu dem System zu dem ihr Fragen habt.

Traveler’s Notebook / Midori

Ein Midori Traveler’s Notebook (kurz: MTN oder TN) ist eine Notizbuchhülle, die du inhaltlich vollkommen frei nach deinen eigenen Bedürfnissen ausstatten kannst.
Der Grundgedanke dahinter ist, ein TN (umgangssprachlich auch “Dori” genannt) als Reisetagebuch zu nutzen. Mittlerweile gibt es allerdings eine enorme Bandbreite an Erweiterungen die es möglich machen ein/en TN/Dori auch als Kalender, Art Journal etc. zu nutzen.

Die Größen können am Anfang ein sehr verwirrendes Thema sein. Deswegen hier eine Übersicht der gängigsten Größen:

Copyrighthinweis:
Ihr dürft das Bild gern für eure privaten Zwecke benutzen, aber bitte erwähnt @designmademyday als Urheber des Bildes.

Wie du siehst, ist die Grundbezeichnung eines TN’s also meist “Dori”. Da es allerdings nicht nur den einen “Dori” Hersteller gibt, sondern der Markt mittlerweile immer größer wird, kreieren die Menschen ihre eigenen “Dori-Namen”. So sind beispielsweise die Doris von Petra Matzinger aus Österreich unter dem Namen “Pedori” bekannt, die amerikanischen Marken wie “Chic Sparrow” oder “Foxy Fix” verzichten sogar ganz auf diese Endung.

“Österreich? Amerika? Das ist mir alles zu weit, kann ich mir auch in Deutschland einen Dori kaufen?”

Ja, in Deutschland kann man bei ein paar Shops den Original Midori und Zubehör dazu online bestellen. Diese Shops sind uns zum derzeitigen Zeitpunkt bekannt:

Original Midori und Zubehör:

Mittlerweile gibt es von Webster’s Pages einen Kunstleder Fauxdori den es ebenfalls z.B. bei

Und was ist ein FAUXdori?!
Bei einem Fauxdori handelt es sich um eine “Nachbildung” des Original Midoris, daher das Wort “Faux”. Die Bezeichnung Fauxdori ist also im Prinzip der Oberbegriff für alle Doris, die nicht vom Original Hersteller Midori stammen, egal ob diese jetzt von einer Firma oder von dir persönlich in Handarbeit hergestellt wurden.

Der Original Midori ist das Basis Modell. Er hat keine Taschen, keine Stiftschlaufe und keine Verzierungen. Er hat ein Hauptgummi mit dem aber bei Bedarf auch mehrere Einlagen (oder engl. Inserts) genutzt werden können. (Mehr zum Thema findet ihr bald) Die meisten Fauxdoris besitzen allerdings 2-4 (manchmal sogar 6!) Gummis was den Vorteil hat, dass viel einfacher Einlagen ein- und ausgeheftet werden können.

Midori Standard Konfiguration mit nur einem Hauptgummi
2 Hauptgummies in 2 Löchern mit Naht
2 Hauptgummies in 3 Löchern mit Naht

Mittlerweile gibt es unzählige Hersteller die Ihre Modelle frei gestalten und mit praktischen Erweiterungen versehen, wie beispielsweise Stiftschlaufen, Verschlusslaschen, Extra-Taschen usw.. Hier lohnt es sich sehr die verschiedenen Hersteller zu vergleichen um für euch das richtige zu finden. Einige Hersteller bieten sogar eine Möglichkeit zur freien

Einen Dori kann man aus allen möglichen Materialien herstellen. Selbstverständlich Leder und Kunstleder, veganes Leder (Waschpappe oder SnapPap), Stoff, Filz, aber auch ganz einfach aus stabilem Papier oder Pappe.
Der populärste Dori ist und bleibt aber mit Sicherheit der Leder-Dori, da Leder ja bekanntlich mit dem Alter und der Nutzung immer schöner wird und einfach ein extrem langlebiges Material ist.

Der Ledermarkt ist extrem groß. Jeder Hersteller hat seine eigenen speziellen Ledersorten und Farben, in denen er diese anbietet. Im Folgenden erklären wir dir ein paar Begrifflichkeiten, die einem bei der Lederwahl immer mal wieder entgegenkommen und mit denen man vielleicht nicht immer sofort etwas anfangen kann:

Veg. gegerbt/vegged tan:Das bedeutet, dass das Leder vegetabil gegerbt wurde (Farbstoff auf pflanzlicher Basis). Weitere Begriffe dafür sind auch altgegerbtes Leder, lohgegerbtes Leder oder einfach pflanzlich gegerbtes Leder.
Pebblig/pebbly:Spricht man von “pebbligem” Leder, meint man ein Leder mit einer (stärker oder wenig stärkeren) strukturierten Oberfläche.
Floppy / floppy:Das Leder ist in dem Fall sehr biegsam und flexibel.
Vollnarbenleder/Full Grain Leather:
Vollnarbenleder gilt als hochwertiges Leder, weil die Oberfläche natürlich und die Färbung normalerweise geringer ist.
Patina:Das Leder verändert sich alterungs- und nutzungsbedingt optisch, wird aber immer “schöner”. Dann spricht man von der Entwicklung einer “Patina”.

Einlagen für Deinen Dori (allg. Inserts) kannst du aus sehr vielen verschiedenen Quellen beziehen. Es gibt diverse Online-Shops, aber auch Unmengen an Etsy-Shops, die Inserts in allen möglichen Größen, Papierqualitäten und -stärken, gelocht oder genäht oder als Printable zum Selberdrucken verkaufen. Viele dieser Anbieter kommen allerdings nicht aus Deutschland.


Ringplaner

Ein Ringplaner ist ein Terminkalender, der sich dadurch auszeichnet, dass sich die einzelnen Blätter des Planers mithilfe einer Ringbuchmechanik aus dem Kalender heraus- und wieder einheften lassen. 

Das Unternehmen Filofax hat diese Ringbuchmechanik zu Beginn der 20er Jahre in England erfunden. Inzwischen ist “Filofax” ein eingetragener Markenname für Terminplaner mit einer Ringbuchmechanik und wird oft als Synonym für jegliche Art von Ringplanern genutzt. Die Planer werden weltweit vertrieben. Von der Marke Filofax leitet sich der Begriff „Filofaxing“ ab. Damit ist die dekorative Gestaltung des Terminkalenders gemeint. Dieser muss dabei nicht unbedingt ein Filofax und noch nicht einmal zwingend ein Ringbuchplaner sein. Filofaxing bezieht alle Planer aus Papier mit ein, die sich bekleben, bemalen und bebasteln lassen.  


Der Ringbuchplaner hilft im Wesentlichen dabei, Termine zu planen und To Dos im Auge zu behalten. Schüler nutzen ihn darüber hinaus gerne, um ihre Hausaufgaben aufzuschreiben. Studenten erstellen im Filofax ihre Uni-Mitschriften. Berufstätige und Familienmanagerinnen planen mit dem Ringplaner den eigenen Alltag und nicht selten auch den der Familie.

Der Ringbuchplaner hilft das Leben organisierter und geplanter zu gestalten. Durch die Möglichkeit des Ein- und Ausheftens der Einlagen, ist die Handhabung dieser Art von Planern sehr flexibel.

Es gibt vier Größen, in denen Ringplaner erhältlich sind: Mini, Pocket, Personal, (Compact) und A5. Die Größenangaben beziehen sich auf die Einlagen der Planer und nicht auf den Planer selbst.

Die Maße der Einlagen bei einem Ringplaner sind wie folgt:

NameGröße der Einlagen (H x B)
Mini10,5 x 6,7 cm
Pocket12 x 8,1 cm
Pocket Plus12,7 x 9 cm
A614,8 x 10,5 cm
Personal/Compact17,1 x 9,5 cm
FCC / Franklin Covey Compact17,1 x 10,8 cm
Personal Wide17,1 x 12 cm
A521 x 14,8 cm

Die meisten Ringplaner werden beim Kauf mit passenden Einlagen geliefert. Im Fachhandel und im Web sind die Einlagen standardisiert erhältlich. Unter anderem von Filofax selbst, bsb (Kaufhof) und System (Karstadt).

Wer es ein wenig individueller und persönlicher mag, kann seine Einlagen auch in den zahlreichen Shops auf Dawanda und Etsy kaufen. Eine ausführlichere Shop-Liste zur Bestellung von Einlagen.


Bullet Journal

Das Bullet Journal (kurz BJ oder BuJo genannt) ist ein flexibles analoges Planersystem, das vom Amerikaner Ryder Carroll entwickelt wurde um Zeit effektiver zu nutzen. Das BJ kannst du als ToDo-Liste, Skizzen- und Notizbuch, oder auch als Tagebuch verwenden, je nach Bedarf kann der Aufbau individuell angepasst werden kann.

Was brauche ich für ein Bullet Jorunal?

Einen Stift und ein Notizbuch. Das war’s? Ja, eigentlich schon.

Das ursprüngliche System sieht vor, dass man lediglich einen Stift und ein leeres Notizbuch braucht um zu beginnen, allerdings wären wir nicht hier gelandet, wenn es dabei bleiben würde, aber dazu später mehr. Um dich später etwas besser in deinen Notizen zurecht zu finden solltest du die Seiten nummerieren, es sei denn du hast zufälligerweise ein Notizbuch gewählt was bereits nummeriert ist. Für die Seitenzahlen reicht eine kleine Zahl in der unteren Ecke des Buches. Aber das war es auch schon. Nun kannst du dein BuJo mit den Inhalten befüllen die für dich relevant sind.

Größen

Welche Größe du für dein Bullet Journal wählst, bleibt dir überlassen. Hast du viel zu tun oder machst dir einfach gerne viele Notizen? Dann wäre vielleicht ein etwas größeres BJ in beispielsweise A5 sicher sinnvoll. Hast du nur wenig zu schreiben und möchtest dein Bullet Journal schnell in jede Tasche stecken können, dann wäre vielleicht A6 besser für dich. Das schöne ist, du kannst auch einfach beides ausprobieren und nutzt dann das, was für dich am sinnvollsten ist.

Setup

Den Überblick behalten: KEY (Schüssel) und COLOR (Farben): Der “Key” hilft dir dabei, schnell auf einen Blick wichtiges von unwichtigem zu trennen. Sinnvoll wäre es diesen Key am Anfang deines Bullet Journals zu notieren, denn gerade am Anfang weiß man vielleicht noch nicht so recht die jeweiligen Symbole zuzuordnen. Viele nutzten zusätzlich noch verschiedene Farben um beispielsweise privates von beruflichem zu trennen. Welche Symbole und Farben du für dein BJ auswählst, bleibt dir überlassen, das ist das tolle am BJ, du kannst alles so machen wie es für dich am angenehmsten ist.

INDEX: Ein Inhaltsverzeichnis, das organisch mit wächst, je weiter du mit deinem Journal voranschreitet. Auch hier bleibt dir überlassen was du in dein Index aufnimmst.

Langzeitplanung: Da ein Bullet Journal kein Kalender im eigentlichen Sinne ist, sprich es sind keine Kalenderdaten eingetragen, sondern entwickelt sich dynamisch jeden Tag mit dir weiter, kann die Langzeitplanung eine nützliche Angelegenheit sein. Eine Jahresübersicht am Anfang des Bullet Journals kann dir da weiter helfen.

Monatsübersicht: Ein wenig detailierter den Monat im Voraus zu planen ist für viele nötig um sich eine Übersicht über die eigene Zeit zu verschaffen. Generelle Ereignisse wie Geburtstage, Freizeit (Verabredungen, Konzerte etc.), Blog oder wichtige Daten (Klausuren, Seminare, Arbeitstermine). Daneben bietet sich noch eine Spalte mit Zielen und allgemeinen ToDos an, die du unbedingt in diesem Monat erreichen und abhaken möchtest. Ob du den Monat nun aber vertikal auf einer Seite oder horizontal über 2 Seiten gehen lässt, ist wie bei allen Fragen im BJ, ganz allein deine Entscheidung. Um den Monat später schnell wieder zu finden, kann es helfen sich die Seitenzahl in den Index zu schreiben. Seite 25 – Monatsübersicht November

Wochen-/Tagesübersicht: Es liegt ganz bei dir, ob du nun anfängst jeden Tag einfach als eine laufendende ToDo-Liste anzufangen oder ob du vorher nochmal eine Wochenübersicht mit aktuellen Ereignissen und ToDo’s anlegst. Das tolle an dem System ist, du kannst es einfach von Monat zu Monat, von Woche zu Woche oder auch von Tag zu Tag anders machen. Das System ist genau das, was du daraus machst. Da wir aber wissen, dass so viel Theorie meistens langweilig ist, kannst du hier ein wenig Inspiration von anderen Bullet Journal Nutzern bekommen.


Hobonichi

Der Hobonichi stammt aus Japan und ist der dort beliebteste Planer fürs Daily Journaling (Tagebuch führen). Auch hierzulande nutzen ihn viele, um Highlights des Tages aufzuschreiben, zu doodeln, zu malen oder um Listen zu führen. Seine praktische 1-Tag-1-Seite Aufteilung macht das möglich. Hobonichi Nutzer lieben das ultradünne Tomoe River Paper des Planers, das sogar Aquarellfarben problemlos standhält. Der Hobonichi ist sehr individualisierbar durch seine vielen Coverfarben, die unterschiedlichen Cover-On-Cover (Buchtaschen) und viele praktische Add-Ons

Den Hobonichi gibt es in 3 Größen zu kaufen: Den klassischen A6, die große Variante “Cousin” in A5 und seit 2015 auch eine schmale Version, den “Hobonichi Weeks”. Alle drei Größen kommen mit einer großen Auswahl verschiedener Cover und Designs, alle erhältlich im japanischen Shop www.1101.com/store/techo/en/ .

In Deutschland führt auch Luiban mittlerweile einige Modelle des Hobonichi. Wer jedoch auf die Auswahl und Extras dieses Planers setzt, der kauft auf der Original-Website.


ERIN CONDREN

Der sogenannte Erin Condren Life Planner (ECLP) ist in Amerika sehr beliebt. Die Herstellerin, deren Namen der Planer trägt, produziert und designt in den USA und bietet mittlerweile eine große Auswahl an individualisierbaren Covern für ihre Planer an. Man bekommt sie mit seinem Namen oder Wunschzitat, kann das Design aus dutzenden auswählen und auch die kleinen Extras, die man zu seinem Planer erhält, sind ganz individuell auf den Käufer abgestimmt (Sticker, Labels, Karten).

Erin Condren bedient sich einer simplen, aber sehr übersichtlichen Aufteilung im Planer, nämlich der vertikalen Wochenübersicht in Boxen auf 2 Seiten. Der Planer hat etwa die Größe A5 und ist coiled (ringbuchgebunden). Erweitert wurde das Sortiment mittlerweile auf eine horizontale Wochenübersicht und den allseits beliebten Teacher-Planner (Lehrerplaner) mit Stundenplänen, Notenübersichten, To-Dos, etc…

Die Herstellerin hat jeden Monat im ECLP in einer anderen Farbe gestaltet und mit seitlichen Tabs versehen. Auf dem Markt gibt es unzählige Sticker-Shops, die sich auf genau diesen Planer-Typ spezialisiert haben und dafür passende Sticker designen in allen Farbvarianten.


Happy Planner (Discbound Planner)

Der Happy Planner von Me And My Big Ideas (MAMBI) ist dem oben genannten Erin Condren Life Planner in einigen Punkten sehr ähnlich. Er ist ein 18-Monats-Planer, den es in verschiedenen Ausführungen und Größen zu kaufen gibt. Ein sehr attraktiver Aspekt für uns Europäer ist bei diesem Planer-System sehr wohl die Beschaffung, denn es gibt den Happy Planner mittlerweile auch in deutschen Shops (s. Shops wie DaniPeuss oder die ScrapBookWerkstatt). Es gibt sehr viel Zubehör für diesen Discbound-(Disc-gebundenen) Planer. Das Sortiment reicht über verschiedene Cover, Tabs, zusätzliche Einlagen, Locher, Klarsichteinstecktaschen bis hin zu Dekorationszubehör und vielem mehr.